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    Big Picture – Die fünf Bausteine eines erfolgreichen Geschäfts

    24. April 2017

24. April 2017

Big Picture – Die fünf Bausteine eines erfolgreichen Geschäfts

Hast du schon einmal versucht, ein 1.000-Teile-Puzzle zusammenzusetzen, ohne das fertige Bild vorher gesehen zu haben? Vielleicht schaffst du es. Im besten Fall brauchst du sehr viel Zeit. Im schlechtesten Fall wirfst du irgendwann die Nerven weg.

Du kommst nicht voran mit deinem Geschäft? Du hast das Gefühl, dass du feststeckst? Du hast eine tolle Dienstleistung, aber die Kunden kommen nicht?

Die gute Nachricht ist, du bist nicht alleine. Die schlechte Nachricht ist, von dieser Erkenntnis hast du nichts. Die bessere Nachricht ist, du hebst dich von deinen Mitbewerbern ab. Du beschäftigst dich nämlich mit den fünf Bausteinen deines geschäftlichen Erfolgs und lernst Schritt für Schritt, mit ihnen zu arbeiten.

Baustein 1 – Die Vision

Das Puzzle muss gleich für mehrere Vergleiche herhalten. Denn das Bild vom fertigen Puzzle hat mehrere Funktionen:

  • Es zeigt uns das große Ganze, zusammengesetzt aus vielen einzelnen Teilen.
  • Es zeigt uns das Ziel. So soll das Puzzle nach dem Zusammensetzen der Teile aussehen.
  • Damit aktiviert es unser Gehirn und bringt uns in die Gänge.

Wir brauchen Ziele, so viel steht fest. Von immer mehr Coaches, Lebensberatern, Gurus… wird behauptet, dass wir keine Ziele brauchen. Ohne Ziele gibt es ein freieres, reicheres, erfüllteres Leben. Betrachtet man diese Denkansätze jedoch genauer, dann ist zu erkennen, dass auch diese Menschen nicht plan- und ziellos durch das Leben marschieren. Sie empfehlen uns nur einen anderen Umgang mit Zielen. Das ist o.k.

Wenn wir anerkennen, dass wir Ziele brauchen, dann können wir den für uns richtigen Umgang mit Zielen lernen und üben.

  • Die Vision zeichnet dabei DAS große Bild. Es gibt uns die grundsätzliche Richtung vor und wird sich im Laufe der Zeit nur wenig ändern.
  • Die Ziele markieren die Zwischenetappen am Weg zur Vision. Sie sind konkret und können auf Basis unserer Lernerfahrung immer wieder angepasst werden.

Baustein 2 – Die Strategie

Das Wort „Strategie“ haben wir alle schon oft gehört. Aber wenige von uns wissen damit etwas Vernünftiges anzufangen. Bei Strategie sprechen wir über den großen Weg. Die Vision und die Ziele geben uns das „Big Picture“ – wohin es gehen soll -, die Strategie zeigt uns den „Big Way“, wie wir dorthin kommen. Unser grundsätzlicher Zugang steht hier im Fokus, nicht die Detailschritte.

Wie legen wir es an? Beim Slalom wäre die Frage, ob du vom Typus der Wendige bist, der mit viel Gefühl die Tore eher umrundet, oder ob du der Kraftbetonte bist, der eher direkt auf die Tore zufährt. Im Fußball wäre die Frage, ob du schon in der gegnerischen Hälfte auf ein aggressives Pressing setzt und so den Gegner zu Fehlern zwingst, oder ob du vor dem eigenen Strafraum dichtmachst und dann auf ein schnelles Umschaltspiel setzt.

Hier geht es also um Fragen,

  • auf welchen deiner Stärken du dein Geschäft aufbaust,
  • wie du dich positionierst,
  • wer deine Kunden sind,
  • wie du deine Kunden grundsätzlich erreichen möchtest,
  • wer deine Wettbewerber sind und wie die agieren
  • und in welchem wirtschaftlichen Umfeld du tätig bist.

 Baustein 3 – Die Taktik

Mit der Taktik wird dein Geschäftsleben nun immer konkreter. Jetzt hast du dein Big Picture heruntergebrochen. Einerseits auf die Ziele, die du erreichen musst, um dein Big Picture einmal zu verwirklichen, und andererseits auf deinen grundsätzlichen Weg dorthin. Jetzt liegen die Ziele schon in der näheren Zukunft und werden immer konkreter.

Wir bleiben beim Sport. Jetzt schaut sich der Slalomfahrer den konkreten Lauf an. Er schaut auf das Wetter, den Zustand des Schnees und die Kurssetzung. Er überlegt sich, ob er voll angreifen kann und wo er Tempo herausnehmen muss. Er überlegt sich, welchen Schi er nehmen soll und wie der präpariert sein muss. Beim Fußball geht es um den konkreten Gegner. Wie legt der sein Spiel an, was müssen wir tun, damit wir unser Spiel durchbringen? Auf welche Spieler müssen wir besonders aufpassen usw.?

Der Duden beschreibt Taktik so: „aufgrund von Überlegungen im Hinblick auf Zweckmäßigkeit und Erfolg festgelegtes Vorgehen“. In unserem Kontext heißt das Zauberwort „Geschäftsplan“:

  • Du kennst deine Kunden im Detail,
  • weißt, wie du sie erreichen kannst,
  • wie deine Lösung für deine Kunden aussieht,
  • wen du brauchst, um dich zu unterstützen,
  • und welche Ressourcen du noch brauchst,
  • wofür du Geld ausgeben musst
  • und wofür du bezahlt wirst.

Baustein 4 – Die Umsetzung

Nun geht es ans Umsetzen. Jetzt ist genug nachgedacht. Vielleicht hast du dir eine To-Do-Liste zurechtgelegt, die du nun abarbeitest. Vielleicht hast du ein kleines Projekt aufgesetzt, oder du bist ein ganz anderer Typ und dir liegen ganz andere Arbeitsformen. Aber du bist gut vorbereitet und

  • setzt nun deine Werbekampagne um,
  • akquirierst deine KundInnen,
  • erbringst deine Dienstleistung,
  • kontrollierst deine Arbeitsergebnisse und ziehst daraus deine Schlüsse.

Eben diese Reflexion ist ein zentrales Element. Wenn du das regelmäßig und systematisch machst, dann lernst du schnell und kannst schnell Anpassungen vornehmen.

Im Slalom hat sich der Rennläufer vorbereitet und absolviert nun den Lauf. Schwierigkeiten tauchen nicht überraschend auf und der Slalomfahrer hat Lösungen parat. Nach dem Lauf sieht er sich das Video an, analysiert und überlegt, worauf er im nächsten Training besonders achten wird. Ähnlich läuft es im Fußball. Die Mannschaft versucht, die Taktik des Trainers umzusetzen. Der reagiert auf die Gegebenheiten mit Anweisungen vom Spielfeldrand oder durch den Wechsel von Spielern.

Baustein 5 – Das innere Spiel

Der Erfolg beginnt im Kopf. Ich habe es schon so oft gehört(, dass …) und du sicher auch.

Ja, es gibt so etwas wie ein inneres Spiel. Das sind die Gedanken, Haltungen und Einstellungen, mit denen wir unser Geschäft betreiben, sowie die Einschränkungen und Blockaden, die wir uns oft selbst auferlegen. Der Begriff des inneren Spiels stammt von Timothy Gallwey. Wie könnte es anders sein, er war Tennistrainer und ist durch das gleichnamige Buch berühmt geworden.

Im Kern geht es darum, wie wir an unser Geschäft und die Umsetzung unserer Vorhaben herangehen:

  • Ob wir es schaffen, unsere Ängste zu überwinden,
  • ob wir es schaffen, diszipliniert und ausdauernd an unserem Vorhaben dranzubleiben,
  • ob wir überhaupt ins Tun kommen und die gemachten Erfahrungen annehmen und reflektieren.

Es geht um Haltungen und Gewohnheiten, die uns weiterbringen oder eben nicht.

Fazit

fünf Bausteine für den geschäftlichen Erfolg

Ein eigenes Geschäft aufzubauen ist eine komplexe Geschichte. Mehr als die Hälfte der Freelancer, Einzelunternehmer und Solopreneure scheitert mehr oder weniger daran, wenn wir den Statistiken glauben.

Das muss aber nicht sein. Wir können uns an den 5 Bausteinen des geschäftlichen Erfolgs orientieren.

Erfolg bedeutet für jeden von uns etwas Anderes. Deshalb habe ich das Bild der Bausteine gewählt. Du kannst sie so zusammensetzen, wie du möchtest. Du kannst dein Geschäft nach deinem Bild erschaffen. Die Bausteine sind aber immer dieselben. Im Übrigen ist der fünfte Baustein kein Baustein, sondern der Mörtel, der alles zusammenhält.

Wenn wir die Logik verstanden haben, dann können wir Schritt für Schritt an jedem einzelnen Baustein arbeiten. Darin liegt der Schlüssel. Wir müssen an JEDEM Baustein arbeiten. Vielleicht nicht gleichzeitig, aber immer wieder. Darin liegt das Geheimnis. Wenn wir das befolgen, dann haben wir zwar keine Garantie, dass unser Geschäft eines Tages fliegt, aber die Chance ist definitiv größer.

 


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