• Background Image

    Dir fehlt die Klarheit? Ein Königsweg und sechs Fragen die dich aus der Orientierungslosigkeit führen

    20. Juni 2017

20. Juni 2017

Dir fehlt die Klarheit? Ein Königsweg und sechs Fragen die dich aus der Orientierungslosigkeit führen

Hast du dich schon einmal im Wald verlaufen und dir gewünscht, dass du einen Plan dabei hättest?

Hast du schon einmal versucht, ein 1000-Teile-Puzzle zusammenzusetzen, ohne dass du das fertige Bild dafür hattest?

Aus meinen Beratungsprojekten, Workshops und Seminaren kenne ich eine Vielzahl an EinzelunternehmerInnen, Solopreneuren oder Freelancern, denen es mit ihrem Geschäft so ähnlich geht. Viele kommen an den Punkt, an dem sie gerne einen Plan hätten.

Schwierigkeiten mit dem Geschäft sind die Norm

Deshalb sind es gar nicht Wenige, die mit ihrer geschäftlichen Aktivität nicht dort sind, wo sie gerne wären. Es sind sogar sehr viele, wenn man den Statistiken glaubt.

Wir hören immer von den tollen Beispielen

Wir lesen von denen, die es geschafft haben, von denen, die dann zu Vorträgen eingeladen werden, von den Best-Practice-Beispielen. Um dieselbe Aufmerksamkeit zu bekommen, musst du schon zu den – sagen wir 2 % – Helden gehören, spektakulär scheitern oder etwas Außergewöhnliches angestellt haben.

Die Mehrheit sind die anderen

Die, deren Geschäft sich nur zäh entwickelt, oder die, die gerade so überleben, oder die, die gar scheitern – also die Mehrheit, von denen hört man gar nichts.

Ein Plan könnte Abhilfe schaffen

Der Grat zwischen erfolgreich sein und dahindümpeln oder gar scheitern ist schmal. Oft sind es Kleinigkeiten, die entscheiden. Dabei kann schon das Ausarbeiten eines Plans helfen, um wieder in die Spur zu kommen. Da dieser Plan von deinem Geschäft handeln sollte, heißt er auch Geschäftsplan oder auf Neudeutsch „Business Plan“ und ist ein wichtiger Baustein für deinen geschäftlichen Erfolg.

Ein Geschäftsplan ist kein Hexenwerk

Alleine dieser Begriff lässt vielen die Nackenhaare aufstellen, die Knie weich werden oder gar das Blut gefrieren. Wenn du dann noch die Definition in Wikipedia liest, oder die – durchaus guten – Ratgeber der Banken, Wirtschaftskammern oder Gründerforen liest, dann entspannt das auch nicht wirklich. Das schaut alles sehr komplex und sehr aufwendig aus.

Dabei geht es beim Geschäftsplan nur um das Eine!

Du erzählst dir selbst und allen anderen, die das auch wissen sollten, wie du dein Geld verdienen möchtest.

Das ist alles! Um mehr geht es beim Geschäftsplan nicht!

Du stellst dir selbst eine einfache Frage

Wie werde ich Geld mit meinem Geschäft verdienen? Wenn du mit dieser Frage beginnst und diese auch beantworten kannst, dann hast du das Wesen des Geschäftsplans erkannt. Dann verliert die Komplexität ihren Schrecken und du hast eine Leitfrage, die dich durch das Dickicht führt.

Wähle eine wenig charmante, aber wirkungsvolle Herangehensweise!

Vergiss einmal, dass man nicht über Geld redet. Beginne über Geld nachzudenken und stelle dir folgende Frage:

  • Wieviel Geld möchte ich verdienen und wo kommt das Geld her?

Üblicherweise ist der Finanzplan das letzte Kapitel in einem Geschäftsplan. Ich empfehle dir aber, damit zu beginnen.

Das gilt vor allem dann, wenn du deine strategischen Hausaufgaben schon erledigt hast. Siehe auch die Blogartikel „Strategie? – WOZU??“ und „Strategie – So zündest du den Turbo für dein Geschäft“

Am Ende des Tages möchtest du von dem, was du machst, auch leben können. Daher schadet es nicht, einmal über den eigenen Schatten zu springen und das Geld in den Mittelpunkt zu stellen. Denn bei allen weiteren Überlegungen wirst du dich nun fragen müssen, ob das, was du machst, dir hilft, Einkommen zu generieren.

Wenn du dich mit der Frage nach dem Geld beschäftigst, dann beginnst du zunächst ganz oberflächlich:

  • Welche Dienstleistung, welches Produkt verkaufe ich? (Schlag nach bei deiner Strategie!)
  • An wen verkaufe ich, wer sind meine Kunden? (Schlag nach bei deiner Strategie!)
  • Wofür bekomme ich Geld? Verkaufe ich meine Zeit und kassiere dafür einen Stundensatz oder gibt es Alternativen? Z. B. bilde ich Menschen in Seminaren aus, schreibe ich Bücher, halte ich Vorträge, habe ich Mitarbeiter etc.
  • Welchen Preis kann ich verlangen und wie viele Einheiten muss ich verkaufen, damit ich mein gewünschtes Einkommen erziele?
  • Wie erreiche ich meine Kunden und was kostet mich das? Verkaufe ich über das Internet, brauche ich eine Homepage, gehe ich von Tür zu Tür, brauche ich Werbematerial …

Zu guter Letzt überlegst du dir, was du sonst noch brauchst, um das gewünschte Einkommen zu erzielen:

  • Welche Ressourcen brauche ich, damit mein Angebot auch wirklich funktioniert? Hier fragst du dich, ob du eine Maschine brauchst, einen Computer, eine spezielle Software, ein bestimmtes Know-how, ein Patent, ein Zertifikat etc. Wenn das für dich klar ist, überlegst du dir, wieviel dich das kosten wird.

Du brauchst daraus keine wissenschaftliche Arbeit zu machen. Beantworte die Fragen vorerst zügig und verschaffe dir einen Überblick.

Kann sich das ausgehen?

Die Einnahmen und die Kosten trägst du in eine Liste ein. So siehst du sehr schnell, ob sich dein gewünschtes Einkommen ausgehen kann oder ob ganze Lichtjahre zwischen den Kosten und den Einnahmen liegen.

Finde heraus, was noch fehlt!

Der beste Test ist immer, wenn dir jemand für deine Idee Geld borgen würde. Du könntest mit deinem vorläufigen Geschäftsplan zu deiner Bank gehen und fragen, ob sie dir Geld dafür borgen würde. Du wirst interessante, lästige und manchmal auch unverschämte Fragen gestellt bekommen. Nimm diese Fragen ernst, beantworte sie und baue sie in deinen Geschäftsplan ein. Dann gehst du zur nächsten Bank. Dort wirst du einige ähnliche Fragen gestellt bekommen, aber auch einige neue. Die beantwortest du auch und baust sie in deinen Geschäftsplan ein. Du kannst natürlich die Bank auch durch einen Berater, Steuerberater, Gratisunterstützung durch ein Gründerservice, Geschäftskollegen, befreundete Unternehmer etc. ersetzen.  Und du kannst dich natürlich auch bei mir melden.

Es geht ums Planen, nicht um den Plan!

Erkenne, dass dein Geschäftsplan etwas Lebendiges ist. Die Qualität steigt durch geistige Auseinandersetzung mit anderen Menschen und natürlich durch Ausprobieren und Testen am echten Leben.

So ein Geschäftsplan ist kein einmaliger Schuss. Du wirst sehr schnell feststellen, dass du Dinge vergessen hast, dass du Dinge falsch eingeschätzt hast etc. Wenn du an deinem Plan arbeitest, dann stelle dir immer vor, dass du eine Geschichte über dein Unternehmen erzählst und schaue dabei, wie die Geschichte ankommt.

Wichtig ist der Prozess, die Auseinandersetzung und der Mut, deine Ideen auf den Prüfstand stellen zu lassen. Und merke dir eines: Der beste Test von allen ist, wenn dir dein Kunde Geld für deine Dienstleistung oder dein Produkt gibt.

 

Fazit

Du würdest nie auf die Idee kommen, dich in einer fremden Stadt ohne Plan zu bewegen – egal ob digital oder analog. Das Entwickeln eines Unternehmens ist eine wesentlich komplexere Aufgabe, trotzdem verzichten viele UnternehmerInnen, Solopreneure und Freelancer auf einen Plan. Viele scheuen sich davor, dabei ist das Erstellen eines Planes kein Hexenwerk. Letztendlich beantwortest du dir und denen, die es wissen müssen, die Frage, wie du dein Geld verdienen wirst.

Daraus ergeben sich natürlich eine Reihe von Folgefragen, die du dann Schritt für Schritt beantworten kannst. Die Qualität deines Geschäftsplans kannst du verbessern, indem du das nicht ausschließlich daheim im stillen Kämmerlein machst. Hol dir Hilfe, egal, ob es deine Bank ist, ein Gratisangebot oder gefördertes Angebot einer der Kammern oder ein Berater.



Hole dir jetzt das gratis eBook



Please follow and like us:
0 Comments

Leave A Comment

Schreib einen Kommentar