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    Dir gehen To-Do-Listen auch auf die Nerven?

    11. Juli 2017

11. Juli 2017

Dir gehen To-Do-Listen auch auf die Nerven?

Ich finde To-Do-Listen furchtbar. Sie zeigen mir immer auf, wieviel ich noch erledigen muss und das macht mich schon vor der Arbeit müde. Meine To-Do-Listen neigen dazu, dass die wichtigen Dinge, wie von Geisterhand, nach unten rutschen. Es ist schon vorgekommen, dass ich den ganzen Tag gearbeitet habe und am Abend nicht wusste, was ich überhaupt gemacht habe. Außerdem haben To-Do-Listen bei mir die Angewohnheit, dass sie immer länger werden. Wenn dann am Abend mehr darauf steht als am Morgen, dann bin ich gleich noch einmal müde.

Dabei sind To-Do-Listen angeblich das Zaubertool

um sich selbst zu organisieren. Sie sollen helfen,

  • den Überblick zu bewahren,
  • sich selbst zu strukturieren,
  • Prioritäten zu setzen,
  • fokussiert zu bleiben,
  • nichts zu vergessen.

Ich war ein großer Freund von Listen, weil es für mich logisch war, dass Listen wichtig sind. Nur funktioniert haben sie für mich nicht. Ich habe dann ziemlich lange gebraucht um herauszufinden, was für mich funktioniert und wie ich für mich die Arbeit organisieren kann, damit ich auch weiterkomme.

Ich musste etwas anderes für mich finden.

Dafür habe ich viel gelesen und viel ausprobiert. Perfekt bin ich immer noch nicht, aber ich habe einige Schritte gefunden, die sich für mich bewährt haben.

Natürlich überlege ich mir was zu tun ist und schreibe mir alles auf, was mir so in den Sinn kommt.

Aber dann denke ich vor allem darüber nach, was ich überhaupt erreichen will.

Was soll am Ende des Tages, der Woche, des Monats da sein? Was soll der Output sein, was will ich auf jeden Fall in Händen haben?

Meine Erfahrung bei  der Beantwortung dieser Fragen war, dass einige der Themen aus meiner gedanklichen Liste sofort herausrutschten. Das passiert nämlich dann, wenn das To-Do das, was ich erreichen möchte und was mir wichtig ist, nicht unterstützt. Wenn es wichtig wird, dann werden die To-Dos schon wiederkommen.

Außerdem wurde mein Arbeiten dadurch wesentlich zielfokussierter.

Im zweiten Schritt überlege ich mir, warum ich das überhaupt will.

Auch das Bearbeiten dieser Frage hat zweierlei Effekte. Erstens fliegen gleich die nächsten Themen von der Liste, Nämlich dann, wenn ich keine klare Antwort auf die Frage nach dem „WARUM“ finde. Das Gute daran ist, dass es sich immer gut anfühlt, wenn die Liste kürzer wird.

Zweitens gehen wir damit der Sinnfrage nach. Wenn wir unser WARUM und den Sinn unserer Handlungen kennen, fällt es uns wesentlich leichter, auch unangenehme Dinge in Angriff zu nehmen und länger durchzuhalten.

Damit komme ich dann ganz automatisch zu einer Liste von den Dingen, die ich unbedingt erledigt haben möchte.

Mit den Dingen, die ich unbedingt erledigt haben möchte, mache ich mir dann so etwas wie einen Plan.

Alles, was mir nicht hilft, zu Erreichen was ich mir vorgenommen habe, fliegt wieder aus der To-Do-Liste. So habe ich meine Liste ordentlich ausgemistet und bin relativ einfach zu einer Priorisierung meiner Aktivitäten gekommen. Natürlich kann ich mir dann noch überlegen, wie lange ich für die einzelnen Schritte brauche, ob ich jemanden anderen für die Umsetzung brauche, etc. Aber wenn du soweit bist, dann hast schon viel Klarheit gewonnen.

Dann geht es natürlich ans Umsetzen!

Hast du meine Wortwahl bemerkt? Immer wenn ich mit meinen „normalen“ Listen gearbeitet habe, hatte ich das Gefühl, dass ich noch so viel erledigen muss. Wenn ich mir aber darüber klar bin, was ich haben möchte und warum ich es haben möchte, dann muss ich die Dinge die dafür notwendig sind nicht erledigen. Ich möchte sie erledigt und umgesetzt haben. Und das finde ich dann wesentlich weniger anstrengend.

Am Ende des Tages wird gefeiert!

So empfehlen es die Gurus. Da bin ich – muss ich zugeben – selbst noch nicht konsequent. Aber es macht schon Sinn und fühlt sich auch gut an. Mir hilft es, wenn ich nach getaner Arbeit nicht davonlaufe, sondern mir noch ein paar Minuten Zeit nehme, um den Tag zu reflektieren. Dabei halte ich mir vor Augen, was ich alles erledigt habe, wie ich meinen Zielen nähergekommen bin und freue mich darüber. Das gibt mir Energie für die nächsten Aufgaben. Das Feiern und das Wertschätzen der geleisteten Arbeit gelingt mir nicht jeden Tag, aber immer öfter. Und es fühlt sich gut an, wenn es gelingt.

Fazit

To-Do-Listen neigen dazu, das Gegenteil von dem zu bewirken, was sie eigentlich sollen. Oft sind sie eine leere Ansammlungen von Tätigkeiten, die „scheinbar“ erledigt werden müssen. Wenn du dir im Klaren bist, was du erreichen willst und was der Output deines Tagwerks sein soll und vor allem warum du das haben möchtest, dann ergibt sich fast schon automatisch eine klare Struktur der Aufgaben, die du erledigen möchtest. Alles andere kürzt sich von selbst aus der Liste heraus. Und das Beste ist, es dauert kaum länger als das Erstellen einer „normalen“ Liste von Aufgaben, die abgearbeitet werden muss.


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